Zum Kitesurfen brauchst du Wasser, Wind und Training. RedX verrät dir, wo du den Trendsport dieses Sommers ausprobieren kannst.

Du möchtest im Urlaub etwas erleben und nicht nur faul am Strand liegen, aber Beachvolleyball hängt dir schon zum Hals raus? Eine Wassersportart wäre nicht schlecht, aber Windsurfen ist schon ein alter Hut? Du bist der Meinung, dass heuer einmal etwas völlig Neues angebracht wäre? Etwas, das auch in unseren Breiten immer mehr in Mode kommt? Etwas, das Geschwindigkeitsrausch mit Akrobatik verbindet? RedX kennt deine neue Lieblingssportart: Kitesurfen!
Kitesurfen muss man sich wie Snowboarden mit einem Segel vorstellen – nur nicht auf Schnee, sondern auf dem Wasser. Der Kiter steht auf einem 120 bis 160 cm langen und bis zu 45 cm breiten Kiteboard. Im Gegensatz zu einem Surfbrett hat es keinen Auftrieb und lässt sich in beide Richtungen fahren, sodass schnelle Richtungsänderungen gelingen. Ein spezieller Lenkdrachen (engl.: Kite) wird am Körper des Boarders befestigt und mit einer Lenkstange (Bar) gesteuert. Der Kite ist je nach Windstärke zwischen 3 und 20 m2 groß, hängt an 30 Meter langen Seilen und zieht den Fahrer übers Wasser. Durch den Drachen kommt das Board so richtig in Fahrt, zum Teil fliegt man eher, als dass man auf dem Wasser gleitet. Bei gutem Wind sind bis zu zehn Meter hohe und 40 Meter weite Sprünge keine Seltenheit und im Gegensatz zum Windsurfen sieht das Kiten auch schon bei wenig Wind spektakulär aus!
Für den Beginn ist ein IntermediateKite zwischen 12 und 14 m2 geeignet. Weiters brauchst du eine Bar samt Leinen, ein ca. 145 bis 160 cm großes Board, einen Neoprenanzug und ein Trapez. Die gesamte Ausrüstung wiegt zwischen 10 und 15 Kilogramm und kostet rund 2000 Euro. Gebraucht kann man das Ganze um etwa die Hälfte erstehen. Eigenes Material solltest du dir aber frühestens nach dem Grundkurs zulegen. In guten Kitecentern kannst du dir das Equipment auch ausborgen.
Wie jede Wasserund Flugsportart birgt auch das Kitesurfen gewisse Risiken. Für Anfänger ist der Besuch einer guten Kitesurfschule empfehlenswert. Nur dort lernt man sicher und rasch den richtigen Umgang mit dem Kite. Anfänger schaffen meist in zwei bis drei Tagen den Einstieg. Und anders als man vermuten würde, ist die eigene Muskelkraft nicht entscheidend, um ein guter Kiter zu sein, was die erst 15-jährige Weltmeisterin im Kitesurf-Freestyle beweist. Seit ihrem achten Lebensjahr steht Gigi auf dem Board. 2007 wurde sie in ihrem ersten Jahr als Profi auf Anhieb Weltmeisterin im Freestyle und verteidigte diesen Titel im vergangenen Jahr. „Gigi surft wie der Teufel. Sie hat viel Energie und keine Angst“, beschreibt ihre deutsche Konkurrentin Kristin Boese den neuen Star am Kitesurfhimmel.
Mehr über Gigi und den neuen Trendsport Kitesurfen findet ihr in der ersten Ausgabe von RedX ab Seite 60. Jetzt kostenlos bestellen!

Gisela Gigi Pulido wurde 1994 in Barcelona/Spanien geboren. Sie wuchs in Maresme, einem Badeort mit großer Wassersport-Tradition, auf. Dort war sie auch schon ein paarmal regionale Schwimmmeisterin. 2001 sah Gisela ihrem Vater bei seinen ersten Kitesurfing-Versuchen zu und war hin und weg. Als sie ihre Liebe zum Kitesurfen entdeckte, beschloss ihre Familie ins Surfmekka nach Tarifa in Andalusien zu ziehen, um Gigi optimale Trainingsmöglichkeiten zu bieten. 2007 wurde sie dann zum ersten Mal Weltmeisterin bei den Profis.
Wir fragten:
Wie heißt die aktuelle Weltmeisterin im Freestyle-Kitesurfen?
Richtige Antwort: Gisela Pulido
Einen Kitesurf-Schnupperkurs für 2 Personen gewonnen hat:
Magdalena Krenn
Herzlichen Glückwunsch!