• Hauptartikel

In der Schule hatte ich null Plan

Christina Stürmer über ihre Schulzeit, ihre wahren Freunde von damals
und ihr Engagement für das Rote Kreuz.

von Thomas AISTLEITNER

Christina Stürmer

Sie ist gerade auf Tournee, und ihre Tage dauern von frühmorgens bis spätabends. Trotzdem nahm sich Christina Stürmer Zeit für RedX, um über ihren Beitrag zu „The Greatest Stories are never told“, dem Rotkreuz-Song, zu erzählen.

RedX: Christina, deine aktuelle Single heißt „Wenn die Welt untergeht“. Wann warst du das letzte Mal in Weltuntergangsstimmung?
Christina Stürmer: Hm … also so richtig in Weltuntergangsstimmung noch nie. Aber es gibt schon Momente im Leben, wo man im ersten Moment glaubt, dass es jetzt nimmer schlimmer geht, wo man nicht mehr weiterweiß. Und dann merkt man, dass es gar nicht so schlimm ist, dass es einen Menschen gibt in deinem Umkreis, der dich aufmuntert. Der die starke Schulter in schweren Zeiten ist.

Hast du solche Menschen aus der Zeit, wo du noch nicht berühmt warst?
In erster Linie sind das natürlich meine Eltern. Und dann mein Freund. Der Oliver ist auf alle Fälle, gerade wenn – wie jetzt – viel zu tun ist, eine große Stütze. Grad die Freunde von früher sind noch immer die Freunde von heute. Auch wenn ich sie nur einmal im Jahr seh, sind das immer noch die, die mich am besten kennen. Die schreien sofort auf, wenn irgendein Blödsinn in der Zeitung steht. Dann heißt’s: „Stimmt das? Spinnen die?“

Du hast neulich in einem Interview etwas von einer Schulphobie gesagt.
Ja. Die hatte ich. Ich habe sehr gerne geschwänzt. Frühmorgens, wenn wir mit dem Bus in die Schule gefahren sind, hat irgendwer gesagt, du, ich mag heute nicht, gehen wir doch lieber, ich weiß nicht, auf die Lände, in Linz, und setzen uns dorthin oder gehen wir in ein Café oder was auch immer. Und ich war immer sofort dabei.

War die Schule so ungut?
Ich war einfach fürchterlich faul und hab tausend andere Sachen im Kopf gehabt. Und ich hab einfach null Plan gehabt, was ich nachher machen will. Das war mein Problem. Ich hab’s dann gemerkt, als ich die Schule abgebrochen habe und Buchhändlerin geworden bin. Im ersten Lehrjahr bin ich wieder nicht in die Schule gegangen. Das war wirklich doof.

Was würdest du jemandem raten, dem es jetzt so geht wie dir damals?
Ein Ziel finden, das dich jetzt interessiert. Du musst es ja nicht lebenslang machen.

Wie kam es zum Rotkreuz-Song?
Das Rote Kreuz hat angefragt, ob ich da mitmachen möchte. Und weil ich seit Jahren Mitglied beim Roten Kreuz bin, hab ich nicht groß überlegen müssen.

Der Song handelt von der Idee der Freiwilligkeit. Was bedeutet das für dich?
Macht das nicht jeder? Es fängt damit an, einer alten Frau über die Straße zu helfen. Und beim Roten Kreuz mit seinen vielen freiwilligen Mitarbeitern bleibt es eben nicht dabei, sondern da passiert dann viel, viel mehr.

Das vollständige Interview mit Christina Stürmer findest du in RedX Nr. 5 ab Seite 40. Jetzt bestellen!