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Der Tod steht dir echt gut

Sie tragen schwarze Klamotten, ihre Gesichter sind leichenblass in Puder getränkt, sie hören düstere Musik, ihre Lieblingslocation ist der Friedhof, und meistens wirken sie, als würden sie sich nichts sehnlicher wünschen als den Tod selbst. Die Gothics. Ein Einblick in eine düstere Szene.

von Ivana CUCUJKIC

AnhängerInnen der Gothic-Bewegung

Es ist zehn Uhr am Abend. In der U-Bahn sitzen du und ein Pärchen, das aussieht, als wäre es aus der US-Serie „The Vampire Diaries“ geschlüpft. Weiße Gesichter, schwarzer Kajal um die Augen, auftoupiertes schwarzes Haar, schwarze Fingernägel und blutrote Lippen. Ein langer dunkler Ledermantel bedeckt ihre Schultern wie ein Cape, ihre Strümpfe sind zerlöchert, die Gesichter wirken düster und bedrohlich. Dass die beiden der Gothic-Szene angehören und auch nicht beißen, nur weil sie mehr Make-up verwenden, wissen nur die wenigsten.

Kein Vampir, ein Ex-Punk

5 Anhänger der Gothics sind meist friedliebende Menschen, die sich Gedanken über Tod, Mystik und das Vergängliche machen. Was dem Hip-Hopper das coole, harte Blingbling-Auftreten ist, sehen die Gothics im schaurigen Sound ihrer Musik. Dumpfe, dunkle Klänge will der Goth hören, die ihm ein Bibbern oder einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Mit dem Mittelalter und der Gotik-Epoche hat die Szene also nichts zu tun.

Dieser dunkle Musikstil entstand Ende der 70er-Jahre in England und fand schnell Anhänger. Den Höhepunkt erreichte der Gothic-Trend in den Neunzigerjahren. Er wird heute gerne für die ganze schwarze Szene verwendet – also für alles, was mit Leder, starken Kerlen, komischen Frisuren und harter Musik zu tun hat.

Mehr über Gruftis, die Gothic-Klamotten, die Musik und die Lebenseinstellung, erfährst du in RedX Nr. 5 ab Seite 32. Jetzt bestellen!