Teste dich selbst: Was ist wirklich wahr? Welchen Gerüchten gehst du auf den Leim? Der Test verrät es dir.
von Bettina Weidinger und Wolfgang Kostenwein

Vorurteile beruhen meist auf Gerüchten, die manchmal einen wahren Kern haben. Oder zumindest einmal wahr waren und dann verallgemeinert wurden. Vorurteile dienen dazu, andere Menschen, Gruppen oder die gesamte Bevölkerung eines Landes besser einordnen zu können. Positiv betrachtet könnte man behaupten, Vorurteile entspringen einem gewissen Ordnungsbedürfnis von Menschen.
Gut und schlecht
Leider geht es aber bei der Ordnung meist darum, nach „gut“ und „schlecht“ zu ordnen. Diese vereinfachte Einteilung lässt sich auf Menschen aber nicht umlegen. Außerdem verhindern diese „ordnungsstiftenden Gerüchte“ den Blick auf Differenziertes. Mit einem Wort: Wer gerne und fest an die eigenen Vorurteile glaubt, kriegt viele Dinge gar nicht mit. Die werden nicht mehr gehört oder gesehen, weil sie der eigenen Ordnung widersprechen.
Aufwerten und abwerten
Manche Vorurteile dienen der politischen Ordnung und Zuteilung oder der Auf- und Abwertung ganzer Volksgruppen. Meist spiegeln sich diese Vorurteile in Witzen wider. Und da manches davon vielleicht wahr ist, ist es schwierig, zu widersprechen. Das ist dann möglich, wenn man es schafft, einen anderen Blickwinkel einzunehmen und die Lage aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.
Möglicherweise bist du jemand, die oder der das ganz gut kann. Vielleicht sitzt du aber selbst dem einen oder anderen Vorurteil auf ...
Hier sind zwölf Vorurteile, die wir Sexologen immer wieder zu hören bekommen.
Was sagst du – ist was dran?
1. Mädchen im Alter von ungefähr 13 Jahren sind in ihrer Entwicklung den Burschen um zwei bis drei Jahre voraus.
2. Schwarze Männer haben einen längeren Penis als hellhäutige Männer.
3. Beschneidungen von Frauen werden in Afrika in kleinen Dörfern von Laien durchgeführt.
4. Man kann bei einer Frau an unterschiedlichen Merkmalen (Verhalten beim Sex, Jungfernhäutchen, Gang) feststellen, ob sie schon einmal mit jemandem geschlafen hat.
5. Frauen bewegen ihr Becken beim Gehen nicht nur, um Männern zu gefallen, sondern weil dies aufgrund des Körperbaus biologisch so angelegt ist.
6. Asiatische Frauen haben eine besonders enge Vagina und sind deshalb bei Männern so beliebt.
7. Menschen, die schon oft Sex mit jemand anderem hatten, haben viel sexuelle Erfahrung.
8. Männer denken häufiger an Sex als Frauen.
9. Schwule erkennt man an der Art, wie sie sich bewegen, sich kleiden und sprechen.
10. Jugendliche haben heute viel früher Sex, als ihre Eltern es hatten.
11. Große Tampons sind für große Vaginas gedacht.
12. Acht Zentimeter Penislänge im steifen Zustand reichen für guten Sex.