Für und Wider

Ich ess Blumen – ich ess Fleisch.

von Ines WAGNER und Michael ACHLEITNER

Für und Wider Vegetarismus


Reis statt Fleisch

FÜR VEGETARIER: Die Argumente sind überzeugend. Wie wir seit Darwin wissen, teilen wir mit dem Menschenaffen die Vorfahren – Grünzeugfresser. Wir haben weder Reißzähne, Krallen noch spitze Schnäbel, um unsere Opfer zu zerfetzen. Unsere ausgeprägten rechteckigen Mahlzähne sind eher für das Zermahlen von Getreide und anderer pflanzlicher Kost geeignet. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass der Darmtrakt von fleischfressenden Tieren viel kürzer ist als der von Pflanzenfressern. Der Mensch hat eindeutig den langen Darm eines Pflanzenfressers, der für die Verdauung von schnell faulendem Fleisch genauso ungeeignet ist wie der kurze Darm des Tigers für die Verdauung von Müsli ...

 

Tofu zum Grillabend?

WIDER VEGETARIER. Ich möchte kein Mensch sein, der beim Grillabend sagt: „Lasst ihr mir Platz für meine Tofuburger?“ Tofu, der wie Gummi schmeckt, am Rost kleben bleibt und Platz auf dem Grill kostet. Platz, auf dem Koteletts, Garnelen und Bratwürstel liegen könnten. Ich möchte kein Mensch sein, der beim Essen sagt: „Tut euch die Kuh auf euren Tellern nicht leid? Euren Hund würdet ihr doch auch nicht essen!“ Ich antworte darauf nie. Ich schaue aus dem Fenster, kaue mein Fleisch und denke an die Lederschuhe meines Gegenübers. Im Übrigen habe ich keinen Hund. Ich lebe in der Stadt. Dort würde mir ein Hund wirklich leidtun. Aber ich würde Hunde genauso essen wie Katzen oder Pferde. Schon mal Pferdeleberkäse probiert? Yummy!

Weitere Argumente pro und conta Vegetarismus findet ihr in der zweiten Ausgabe von RedX ab Seite 12. Jetzt bestellen!