Ein kleiner Notfallkoffer für Getrennte und ihre Freunde.

0–3 TAGE
Schreien, weinen, ungesunde Dinge tun, sich nicht mehr duschen, im Bett rumkugeln, das Zimmer nicht aufräumen, die Schule verweigern sind Reaktionen, die maximal drei Tage lang okay sind! Ab dann kümmerst du dich wieder um dein Leben und um die Verarbeitung der gekränkten Gefühle. Sich „arm“ zu fühlen und nur darüber zu sprechen macht das schlechte Gefühl nur noch schlechter.
NACH 3 TAGEN
Raus aus dem Bett, aufhören zu schreien und die Stopp-Taste des Musikplayers drücken. Auch die Nachbarn sind dankbar, wenn sie nicht noch 100mal
dasselbe Lied, vermischt mit Schluchzern, hören müssen. An diesem ersten Tag, den man wieder der Welt widmet, stellt man sich dem täglichen Leben: Aufstehen,
Bett machen, duschen, Schule besuchen, HÜ machen ... Das bringt Struktur rein.
NACH 2 WOCHEN
Jetzt bist du bereit, die Trennungsschachtel zu packen. Durchforste dein Zimmer nach Gegenständen, die dich an ihn oder sie erinnern. Pack alles in eine Schachtel und verbanne diese in den Keller. Wunderbare Mails oder SMS, die du aufgehoben hast, löschen! Wenn du das nicht zusammenbringst, druck sie aus und leg sie in die Schachtel. Die gemeinsame Lieblingsbettwäsche nicht mehr verwenden.
Mehr Tipps und Trennhilfen findet ihr in der zweiten Ausgabe von RedX auf Seite 40. Jetzt bestellen!


Bettina Weidinger und Wolfgang Kostenwein vom Österreichischen Institut für
Sexualpädagogik sind Sexualpädagogen und ausgebildet in klinischer Sexologie. Sie gestalten jeweils vier Seiten in RedX und werden online bloggen.
Schreibt an redaktion@redx.at, welche Themen ihr euch für die kommenden Ausgaben wünscht. Mehr über die RedX-Sexologen: www.sexualpaedagogik.at.