Hollywoodfilme, deren Ausgang geändert werden musste.
von Katja LAU

I am Legend.
Spielfilm 2007. Regie: Frances Lawrence
Der erfolgreiche Sci-Fi-Film mit Will Smith in der Hauptrolle hatte nicht immer ein Happy End. Das geplante Ende kann man jetzt auf DVD sehen. In dieser Version realisiert Will Smiths Charakter, dass die Zombies, die er so gnadenlos jagte, ebenfalls menschliche Eigenschaften haben und ihn als das eigentliche Monster sehen. Im Kino findet er jedoch einen Impfstoff gegen die Zombies und rettet damit die Menschheit.
Minority Report
Spielfilm 2002. Regie: Steven Spielberg
Steven Spielberg änderte Hauptfigur und Ende der Kurzgeschichte von Philip K. Dick. Er verwandelte den 50-jährigen, kahlen, übergewichtigen John Anderton in den athletischen Tom Cruise. Im Buch findet Anderton zu seiner Frau zurück, im Film wird sie auch noch schwanger …
Im Rausch der Tiefe
Spielfilm 1988. Regie: Luc Besson
In Luc Bessons Kultfilm begeht die Hauptfigur Jacques am Ende Selbstmord – aber nur in Europa und Asien. Auf US-Leinwänden führt ein Delfin Jacques wieder an die Wasseroberfläche, und beide schwimmen fröhlich im Mondschein.
Drei weitere Filme mit neuem Schluss findet ihr in der zweiten Ausgabe von RedX auf Seite 30. Jetzt bestellen!


Vor einigen Wochen sprach ich hier in Hollywood mit einem Schweizer Filmproduzenten namens Daniel Pfisterer, der 2006 den Dokumentarfilm „Der Ölcrash“ produzierte. Er erzählte mir, wie schwierig es war, den düsteren Film über den Raubbau von Erdöl hier in Amerika an den Mann zu bringen. Zwar lobten viele Verleihe den Film, baten aber um ein „leichteres und positiveres“ Ende. Das war natürlich nicht möglich, da es in dem Film ja um Fakten geht. Die Verleihe sahen das ein, hatten aber zu viel Angst, ihr Publikum zu deprimieren. Der Film kam in Amerika nicht ins Kino.
Katja Lau